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Marienkirche Heede (Kirche Maria Regina Universorum)

Marienkirche von vorn 850

Pläne zur Erweiterung der Petruskirche bzw. zum Bau einer größeren Kirche gab es in Heede immer wieder. Diese Pläne wurden aber jeweils durch die Inflation zunichtegemacht. 

"Schon um 1900 war geplant, die Pfarrkirche von 1484 durch zwei Seitenschiffe zu vergrößern. Seitdem hat die Zahl der Kirchenbesucher zugenommen. Auch die Marienerscheinungen in Heede in den Jahren 1937-1940 haben das Leben der Gemeinde stark geprägt. So machte die wachsende Zahl betender und hilfesuchender Menschen den Bau einer größeren Kirche notwendig."

(Text aus der Urkunde zur Grundsteinlegung der Marienkirche)

 

Den Bau der Marienkirche ermöglichten der Ankauf von Ländereien des Grafen von Galen durch den Heeder Pfarrer Clemens Vehmeyer und die zweckgebundene Erbschaft von Pfarrer Hermann Büscher, der am 13.05.1972 starb und in Heede beerdigt wurde. Pfarrer Vehmeyer setzte eine private Erbschaft ein und überschrieb die erworbenen Ländereien der katholischen Kirchengemeinde Heede. Er starb am 22.02.1970 und wurde ebenfalls in Heede beerdigt. Ihm zu Ehren wurde die Straße hinter dem Kirchengelände Pfarrer-Vehmeyer-Straße benannt. Weitere Geldmittel kamen durch Spenden und die Unterstützung des Bistums zusammen.

 

Baugeschichte der Heeder Marienkirche (Kirche Maria Regina Universorum)

Der Heeder Pfarrer Walter Sander erhielt am 09.02.1976 vom Bischof Helmut Hermann Wittler die Baugenehmigung für die neue Marienkirche. Am 19.02.1976 begannen die Aufräum- und Rodungsarbeiten auf dem Kirchbauplatz, am 26.04.1976 wurde die Baustelle eingerichtet. Mit der Erstellung der Marienkirche war die Rütenbrocker Firma Suelmann beauftragt worden. Die Bauarbeiten begannen, obwohl die offizielle Baugenehmigung noch ausstand. Die Baugenehmigung traf dann endlich am 03.06.1976 ein.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 23.10.1976. Bei der Grundsteinlegung wurde eine Kupferrolle mit der Urkunde der Grundsteinlegung, dem Kirchenboten, einem Pfarrbrief, der Ems-Zeitung, Münzen, Medaillen, Gebeten, einem Büchlein über Heede sowie Fotos von der Baustelle, der Petruskirche und dem Friedhof in die Mauer eingebracht.

Die Marienkirche, die vom Lingener Architekten Bernhard Botterschulte geplant wurde, ist für 550 Sitzplätze ausgelegt. Der Bildhauer Hubert Janning aus Münster schuf Altar, Ambo, Tabernakelstele, den Corpus Christi und die Statue der Muttergottes.
Die Kirchenfenster entwarf Schwester Erentrud Trost aus der Abtei Varensell. Die künstlerischen Verglasungsarbeiten übernahm die Firma Jostmann aus Paderborn.
Rechts vom Haupteingang wurden in ein Fenster die Wappen von Heede, von Scharpenberg und von Pinninck eingearbeitet. Die Kosten hierfür trug Herr von Pinninck aus Brüssel.
Die Apostelleuchter und die dazugehörigen Kreuze wurden von Heeder Vereinen und Verbänden gestiftet.

Die feierliche Konsekration der Marienkirche wurde am 22.08.1977, dem  Fest "Maria Königin" durch Herrn Weihbischof Karl-August Siegel vorgenommen. In den Altar wurden Reliquien des hl. Gaudentius und eine Reliquie eines der 19 Märtyrer aus Gorkum eingelassen.

Außenanlagen und Parkplatz konnten im April 1978 fertiggestellt werden.

Die am 30.09.1979 eingeweihte Orgel baute die Firma Alfred Führer aus Wilhelmshaven.

Die im Stil der Marienkirche erstellte Friedhofskapelle wurde am 01.11.1980 durch Pfarrer Gerhard Lampe aus Lehe eingeweiht, da der Heeder Pfarrer Dechant Walter Sander kurz zuvor am 10.10.1980 verstorben war.

Für den Entwurf der am 01.03.1986 durch Bischof Helmut Hermann Wittler eingeweihten Beichtkapelle griff man wieder auf den Architekten Bernhard Botterschulte und für die Gestaltung der Fenster auf Schwester Erentrud Trost zurück.

Karl Franke aus Meerbusch fertigte für die Begegnungsstätte Sankt Josef ein großes Bronzerelief der Hl. Familie an, für die Marienkirche wurde dieses Motiv von ihm in Holz gearbeitet. Ebenso entwarf er die Bronzereliefs auf dem neuen Friedhof.

Um das Jahr 1995 herum wurden Dachreparaturen an der Marienkirche erforderlich. Zeitgleich wurden die Chorbühne eingebaut und die Sakristei erweitert. Außerdem erfolgte eine Sanierung der Verglasung der großen Fensterwand.

Die Marienkirche steht ebenso wie die altehrwürdige Petruskirche direkt an der Kirchstraße. Parkplätze für Besucher sind hier zahlreich vorhanden.

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